Raum 5
Kinderwunsch
    Kinderwunsch
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Agnus Castus
Vitex agnus castus
Kolorierte Zeichnung aus dem Nachlass von C. Gesner (1516-1565)
UB Erlangen-Nürnberg (Reproduktion)
Die Pflanze Vitex agnus castus ist im Mittelmeerraum heimisch und wurde dort bereits in der Antike bei Frauenleiden angewandt. Bei regelmässiger Einnahme senkt Agnus castus einen erhöhten Prolactinspiegel. Daher wird es heute vor allem bei Zyklus-Unregelmäßigkeiten und Menstruations-Beschwerden verordnet.
Aber auch in Fällen von prolactin-bedingter Unfruchtbarkeit kann eine Behandlung mit Agnus castus helfen.

Wege aus der Kinderlosigkeit?

Es gibt viele Gründe für zwei Menschen, sich für ein gemeinsames Leben zu entscheiden. Einer davon ist der Wunsch, eine Familie zu gründen. Doch nicht immer stellt sich der ersehnte Kindersegen ein.

Ungewollte Kinderlosigkeit ist kein modernes Phänomen. Die Suche nach Auswegen hat eine lange Tradition. Eine Tradition, die zum Teil heute noch lebendig ist: Manche Paare setzen ihre Hoffnung auf das Gebet oder auf eine medikamentöse Behandlung, andere entscheiden sich für eine Adoption.

In den 1960er Jahren suchten Forscher weltweit nach einem neuen Weg aus der Kinderlosigkeit: Sie versuchten, das Prinzip der "künstlichen Befruchtung" (IVF) von der Tierzucht auf den Menschen zu übertragen.

Im April 1982 kam in Erlangen das erste "Retortenbaby" Deutschlands zur Welt. Durch ein ganz spezielles Tiefkühlverfahren konnte das Erlanger Team weitere "Premieren" verzeichnen.

Die IVF ist inzwischen eine Kassenleistung. Diese Routine darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die IVF auch eine Fülle neuer Fragen aufwarf, für die wir noch keine Antworten haben.

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